Demonstration am Mittwoch 30.06.2021, 17:00 ab evangelischer Kirche in Müllheim

Alle Bemühungen um reduzierte, dem Klimaschutz gerechten Eingriffe waren bislang vergebens.
Die Stadt verfährt zuverlässig als williger Helfer des Forstamtes Staufen weiterhin mit maximalem Holzeinschlag. Teilweise wurde in den vergangenen Jahren sogar planmäßig mehr eingeschlagen als ursprünglich vorgesehen war.
Mit der wieder völlig intransparenten, verschleierten Jahresplanung für die kommende Fällsaison, welche am 30.06 vom Gemeinderat verabschiedet oder besser gesagt durchgewunken werden soll, wird das Hoyerstännle mit seinen Eichen ein Zentrum des Holzeinschlags und damit der Zerstörung von Tier und Planzenwelt werden.
Die Kahlschläge werden dort weitergehen, wo bislang schon gewütet wurde.
Das Forstamt Staufen meidet das Wort „Kahlschlag“ und nennt seine Eingriffe „Femelschläge“, was wesentlich harmloser klingt.
Jüngst hat man in dem bisherigen Kahlsschlagbereich im Hoyerstännle einen 3,5 ha großen Knotengeflechtzaun aufgestellt, der aus Tierschutzgründen strikt abzulehnen ist.
Rehe können sich darin verfangen und jämmerlich verenden, außerdem gibt es ein erhöhtes Risiko, dass Wildschweine in Richtung Siedlung und Waldkindergarten gelenkt werden.

ES REICHT! Fachliche Diskussionen werden nicht gehört. Deshalb rufen wir für den
kommenden Mittwoch, 30.06.2021 ab 17:00
zur Demonstration auf.
Treffpunkt ist die evangelische Kirche in Müllheim .
Wir werden uns dann zum Bürgerhaus bewegen, wo die Gemeinderatssitzung stattfindet.

Startpunkt auf Google Maps

Unterschriften von mehr als 2000 Bürgerinnen und Bürger, Informationsveranstaltungen, eine Unzahl an Protestbriefen sowie von Fachspezialisten aufgeführte Einwände wurden und werden einfach ignoriert.
Im Gegenteil: die Stadt erhöht als eine Art Wutreaktion sogar noch die Einschläge im Eichwald. Dabei führt sie den Gemeinderat vor in dem sie sich über Beschlüsse hinwegsetzt. So wurde z.B. am 29.7.2020 beschlossen, zeitnah einen sogenannten Runden Tisch abzuhalten.
Der Beigeordnete Günther Danksin erklärte bei dem letzten Treffen mit der BI am 08.06.2021, dass er derzeit keine Notwendigkeit für einen Runden Tisch sehe.

Die derzeitige Planung mit deutlich mehr Hiebsaktivitäten im Eichwald zeigt, dass man so schnell wie möglich mehr einschlagen möchte, weil man befürchtet, dass die Proteste zunehmen werden.
Gleichzeitig signalisiert die Forstverwaltung, dass man eine derartige „Majestätsbeleidigung“ nicht hinnehmen wird und versucht die Hiebe der alten Eichen massiv zu forcieren. Dies obwohl für den Klimaschutz gechlossene Kronendächer und deutlich mehr Ruhe nötig wäre .
In Müllheim wird der Gemeinderat von Forst- und Stadtverwaltung vorgeführt und in seiner Kontrollfunktion ausgehebelt.
Aufgrund der unvollständigen Planungsunterlagen ist es für den Gemeinderat nicht möglich seine Kontrollfunktion auszuüben.

Es wird Zeit, dass die sich selbst kontrollierende Forstverwaltung sowie die Stadt zum Umdenken gezwungen werden!
– Nur durch Vermeidung von Starkdurchforstungen und Kahlhieben erreichen wir ökologische Nachhaltigkeit!
– Nur durch Proteste können wir eine Diskussion auf Augenhöhe erreichen, um den Wald tatsächlich nachhaltig zu erhalten und Nachhaltigkeit nicht ausschließlich auf Holznutzung zu beschränken!